Q&A ZUM VirusClub/Foehrentanz

1. Wer ist der VirusClub?

Der VirusClub ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Förderung von Kultur, Musik, Kunst und gesellschaftlichem Engagement verschrieben hat. Er arbeitet ehrenamtlich und versteht sich als Plattform für gemeinschaftliche Projekte, die über klassische Eventformate hinausgehen.

2. Seit wann gibt es den VirusClub und was macht er darüber hinaus?

Der VirusClub besteht seit 2013 und ist in Barbian und darüber hinaus aktiv. Neben dem Foehrentanz Festival initiiert und unterstützt der Verein kulturelle Veranstaltungen, Kooperationen mit anderen Crews und Vereinen sowie Projekte an der Schnittstelle von Kultur, Nachhaltigkeit und Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, langfristig Räume für Begegnung, Inklusion, Kreativität und gemeinsames Handeln zu schaffen.

3. Was ist das Foehrentanz Festival?

Das Foehrentanz ist ein ehrenamtlich getragenes, genreübergreifendes Kulturfestival in Barbian, Südtirol. Es findet an einem Wochenende im Juni statt und ist der sichtbare Höhepunkt eines gemeinschaftlichen Jahresprojekts, das weit über das Festivalwochenende hinausreicht. Über viele Monate hinweg planen, bauen, organisieren und gestalten Menschen aus unterschiedlichen Kontexten gemeinsam einen temporären Kulturraum. Foehrentanz versteht sich nicht als kurzfristiges Event, sondern als Prozess, der aus Engagement, Zusammenarbeit und gemeinsamer Verantwortung entsteht.

4. Wer organisiert das Foehrentanz?

Organisiert wird das Festival vom VirusClub. Getragen wird es von rund 25 aktiven Vereinsmitgliedern und über 50 ehrenamtlichen Helfer:innen aus ganz Südtirol. Planung, Aufbau, Küche, Gestaltung, Bar, Kommunikation und Abbau entstehen gemeinschaftlich.

5. Ist das Foehrentanz ein kommerzielles Event?

Nein. Foehrentanz ist ein Non-Profit-Festival ohne Gewinnerzielungsabsicht. Alle Einnahmen fließen direkt in die Umsetzung des Festivals – in Infrastruktur, Technik, KünstlerInnenhonorare, Sicherheit und Organisation bzw. in sonstige Aufwände des Vereins.

6. Warum gibt es einen Eintritt?

Der Eintritt ermöglicht die Durchführung des Festivals. Auch bei ehrenamtlicher Arbeit entstehen Kosten. Der Beitrag macht Kultur in Barbian und Umgebung möglich und sichert Qualität, Infrastruktur und Sicherheit.

 

7. Welche Art von Kultur wird beim Foehrentanz gezeigt?

Foehrentanz ist bewusst genreübergreifend. Das Programm umfasst Bands, DJ-Sets, Theater, Performance und weitere künstlerische Formate. Elektronische Musik ist ein wichtiger Bestandteil des Line-Up.

8. Wie viele Acts sind beteiligt?

Pro Festival gestalten rund 20 Acts das Programm, verteilt auf Freitag und Samstag. Wir legen Wert darauf, dass jedes Jahr neue Acts, Newcomer, alte Hasen und internationale Gäste eine Bühne bekommen. Insgesamt wurden in allen Ausgaben zusammen rund 80 verschiedene Acts gebucht

9. Warum veröffentlicht das Foehrentanz kein klassisches Line-up im Vorfeld?

Das Foehrentanz setzt bewusst auf ein vielseitig zusammengestelltes, nicht öffentlich angekündigtes Line-up. Uns ist wichtig, dass Menschen nicht wegen einzelner Namen kommen, sondern wegen dem gemeinsamen Erlebnis. Wir schätzen das Vertrauen, das BesucherInnen in unser booking legen – und genau dieses Vertrauen ist Teil des Konzepts. Das Programm ist vielfältig, genreübergreifend und sorgfältig zusammengestellt. Unser Anspruch ist es, ein starkes Line-up zu gestalten, in dem jede*r etwas findet, zum Feiern, Zuhören, oder Entdecken. 

10. Welche Rolle spielt die Natur beim Foehrentanz?

Das Festival findet im und am Wald statt. Natur und Umgebung sind nicht bloße Kulisse, sondern Teil des Konzepts. Entsprechend achtsam wird mit dem Ort umgegangen – in Planung, Gestaltung und Verhalten. Uns ist bewusst, dass ein Festival im Wald immer einen Eingriff bedeutet. Gerade deshalb ist es unser Anspruch, diesen besonderen Ort so respektvoll wie möglich zu behandeln. Flächen werden bewusst begrenzt, Wege klar geführt und Belastungen so gering wie möglich gehalten. Nach dem Festival wird der Platz gemeinsam aufgeräumt und so hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden haben. Der Wald ist kein Nutzraum, sondern ein sensibler Lebensraum, dem wir mit besonderer Sorgfalt begegnen.

11. Wie setzt das Foehrentanz Nachhaltigkeit um?

Nachhaltigkeit ist beim Foehrentanz kein neues Thema, sondern von Beginn an Teil der Haltung. Viele Maßnahmen sind seit Jahren gelebte Praxis und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu zählen Mehrwegbecher, Mülltrennung, die bewusste Vermeidung von Plastik, kostenlose Trinkwasserstellen, Taschenaschenbecher sowie fleischfreie Mahlzeiten.. Darüber hinaus versucht das Foehrentanz, bewusst mit Ressourcen umzugehen: Es werden möglichst wenig Neuwaren angeschafft, stattdessen auf Wiederverwendung, Reparatur und langlebige Materialien gesetzt. Ein Großteil der Infrastruktur und Dekoration ist mehrjährig im Einsatz. Auch Mobilität wird mitgedacht. Wo möglich, werden An- und Abreisen von Acts und Crew mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gebündelten Fahrten organisiert. Ergänzend arbeiten wir mit Initiativen wie Climate Action zusammen, die beim Festival Raum für Information und Austausch bieten. Nachhaltigkeit verstehen wir nicht als Perfektion, sondern als fortlaufenden Lernprozess und als Verantwortung gegenüber Ort, Menschen und Umwelt.

12. Woher kommen Essen und Getränke?

Die Verpflegung wird jedes Jahr unterschiedlich organisiert. Getränke wie Fichtensprossensirup und Mate-Eistee werden selbst hergestellt. Das Bier wird eigens für das Festival von Gasslbräu gebraut.

13. Was bedeutet Upcycling beim Foehrentanz?

Ein Großteil der Dekoration und Infrastruktur wird selbst gebaut und besteht aus upgecycelten, gebrauchten Materialien. Foehrentanz setzt bewusst auf mehrjährige Lösungen statt Einwegprodukte. Diese Materialien werden von Vereinsmitgliedern gesammelt und beim Aufbau verwendet.

14. Wie wird Sicherheit beim Foehrentanz gewährleistet?

Sicherheit verstehen wir als gemeinsame Verantwortung. Neben Awareness-Strukturen arbeiten wir mit lokalen Einsatzorganisationen zusammen und setzen auf Prävention, klare Kommunikation und ruhige Abläufe.

15. Welche Rolle spielt Awareness beim Foehrentanz?

Awareness ist fester Bestandteil des Festivals. Ziel ist es, einen möglichst sicheren und respektvollen Raum zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen können. Dafür gibt es klar kommunizierte Ansprechpersonen und Strukturen.

16. Was sind Codes of Care?

Den Code of Care nennen wir “Gschoffen” und das sind gemeinsam getragene Grundsätze für respektvolles Miteinander. Sie machen klar, wie beim Foehrentanz miteinander gefeiert und umgegangen wird. 

17. Für wen ist der Foehrentanz gedacht?

Das Festival ist offen für alle Menschen ab 18 Jahren, die diese Haltung teilen. Die meisten BesucherInnen sind zwischen 25 und 35 Jahre alt, und kommen aus unterschiedlichen Kontexten und Szenen.

18. Warum wird nicht stark beworben?

Foehrentanz setzt auf gezielte Sichtbarkeit statt maximale Reichweite. Uns ist wichtig, Menschen anzusprechen, die respektvoll feiern und Verantwortung übernehmen. 

19. Warum engagieren sich so viele Menschen ehrenamtlich beim Foehrentanz?

Weil Foehrentanz zeigt, was gemeinschaftliches Engagement bewirken kann. Viele Menschen bringen Zeit, Fähigkeiten und Energie ein, um gemeinsam einen offenen Kulturraum zu schaffen – ohne Einzelleistungen in den Vordergrund zu stellen.

20. Wie ist das Team beim Foehrentanz organisiert?

Das Foehrentanz wird kollektiv organisiert in 8 verschiedenen Arbeitsgruppen. Es gibt weniger Einzelverantwortung, sondern viele Zuständigkeiten, die ineinandergreifen. Entscheidungen werden gemeinsam vorbereitet und getragen.

21. Mit welchen Initiativen und Crews arbeitet das Foehrentanz zusammen?

Das Foehrentanz arbeitet mit unterschiedlichen Crews, Vereinen und Initiativen zusammen, unter anderem waren schon Shabernak, UltraAlto und Climate Action mit dabei. Diese Kooperationen sind Teil des Netzwerks und sollen in Zukunft weiter ausgebaut werden. Für das Festival selber sind wir immer auf der Suche nach interessierten Menschen und Organisationen.

22. Was bedeuten die helfenden Hände für das Foehrentanz?

Die helfenden Hände sind das Rückgrat des Festivals. Ohne die vielen Menschen, die freiwillig mitarbeiten – beim Aufbau, während des Festivals und beim Abbau – wäre Foehrentanz nicht möglich. Interessierte können sich immer gerne melden. 

23. Wie entsteht das Festivalgelände und wie läuft der Aufbau ab?

Der Aufbau des Foehrentanz beginnt bereits am Wochenende vor dem Festival. Über mehrere Tage hinweg entsteht das Gelände Schritt für Schritt durch gemeinsames Arbeiten: Bühnenbau, Infrastruktur, Dekoration, Technik.... Der Aufbau ist ein kollektiver Prozess, getragen von vielen helfenden Händen. Bis zum Freitag arbeiten Vereinsmitglieder, Freunde und UnterstützerInnen gemeinsam daran, den Ort vorzubereiten. 

24. Welche Rolle spielt der Container beim Foehrentanz?

Der Container ist ein zentrales Element des Foehrentanz. Über das Jahr hinweg dient er als Lager für viele Materialien, Werkzeuge und wiederverwendbare Bauteile, die für das Festival benötigt werden. Während des Foehrentanz selbst wird der Container umfunktioniert und Teil des Festivalgeländes: Er bietet Raum für eine Bühne und Leinwand für Malworkshops, und wird damit von einer praktischen Infrastruktur zu einem kulturellen Ort. Diese Mehrfachnutzung macht den Container zu einer echten Allzweckwaffe – funktional, nachhaltig und fest in das Gesamtkonzept integriert.

25. Was gibt es sonst noch so zu entdecken?

Das müsst ihr schon selber rausfinden! Soviel sei gesagt: allein Dekoration und Kulisse laden den ganzen Tag und Nacht zum Entdecken ein. Wir haben aber auch noch Info- und Marktstände. Gekennzeichnet mit T-Shirts findest du die helfenden Hände, sowie mit reflektierenden Westen unser Awareness-Team. 

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